Archive for Dezember, 2010

Brownie und das Eiersandwich

Freitag, Dezember 24th, 2010

Nur noch zwei Stunden Flug trennte unsere kleine Brownie von ihrem neuen, glücklichen Leben in Deutschland.
Die kleine Siam-Katze saß ganz ruhig und gelassen in ihrer Box- als wenn sie ahnte, dass nun alles besser werden würde.
Der Check-In verlief problemlos, Tränen beim Abschied und ein letztes Winken als sich die kleine Transportbox auf dem Kofferband nach unten in Bewegung setzt. Da passiert es: Die Box verkantete sich am Tunneleingang, das Kunststoff bricht und die kleine Gittertür klappt auf. Brownie läuft in Panik davon. Ihren Spuren verlieren sich in den Weiten des Flughafens. Alle sind vor Entsetzen gelähmt.
Nur Janette nicht- sie handelt sofort. Bei cialis ihr hat die Katze in den letzen Wochen gelebt, sie hat sie aufgepeppelt und sie ist ihr sehr ans Herz gewachsen. Sie lässt nichts unversucht. Sucht überall, hängt Flyer auf und schafft es sogar, dass man sie in den Gepäckbereichdes Flughafens lässt, um die kleine Brownie zu suchen.
Kein Rufen, Suchen, Locken hilft, Brownie bleibt verschwunden.

Wir alle von First Aid Animales Mallorca wünschten uns sehr, Brownie wiederzusehen, hatten aber wenig Hoffnung, sie je zu finden. Janette gab noch nie auf und ließ auch im Fall Brownie nichts unversucht. Wir führten endlose Telefonate mit mehr oder weniger genervten Flughafenmitarbeitern, Janette verteilte Flyer, leider alles ohne Resonanz.
Und dann, nach fünf langen Tagen, geschah das unfassbare Wunder in Form eines Anrufes. Eine überaus freundliche Dame von Aena, atención de pasageros, teilte uns mit, daß wir Brownie abholen könnten.  Cati, so heisst der rettende Engel, setzte sich über Anweisungen und Anordnungen von Vorgesetzten und der Firma Accióna hinweg und bewahrte Brownie im Ausnüchterungszimmer auf. Dort wurde sie liebevoll mit Milch, Rühreisandwich und viel Streicheleinheiten versorgt.
Brownie eroberte das Herz des Aena Teams im Sturm, denn ohne ausgiebig zu schmusen war sie nicht bereit zu essen.
Man erzählt sich daß es jede Menge Mitarbeiter gab, die Brownie sofort adoptieren wollten.

Wir sind berührt und begeistert von diesen Menschen bei Aena, die mit so viel Herz handelten und gegen alle Regeln verstießen um das Leben eines Kätzchens zu retten.
Könnte Brownie sprechen, würde sie bitten diese Geschichte ganz Mallorca zu erzählen.

update: Brownie wird ab März am schönen Bodensee mit einer gleichaltrigen Katze namens Lola und den besten Katzeneltern die man haben kann, leben.
Danke ………Birgit und Richard

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Tierschutz mittels Kastration – Das ROBINSON Katzenprojekt

Donnerstag, Dezember 23rd, 2010

Spaniens Mallorca kämpft, wie viele andere südliche Urlaubsregionen auch, gegen eine massive Vermehrung verwilderter Hauskatzen an. Meist sind die Mittel dazu leider nicht sonderlich human, deren Ausgang für die Tiere bisweilen tödlich!
Der gewünschte Erfolg bleibt jedoch aus. Schnell nutzen neue Streuner das Gebiet als Revier. Nicht verwunderlich…
Eine weibliche Katze bringt 2 x jährlich 4-7 Junge zur Welt. Diese Jungen sind nach 6 Monaten wieder geschlechtsreif. Dass diese Nachkommen einen Platz brauchen, erklärt sich von selbst. Revierkämpfe sind vorprogrammiert.

Eine wirklich wirkungsvolle und noch dazu tierschutzgerechte Methode stellt da die Kastration dar.
„Kastrierte Tiere, die ein Gebiet mit den Futterplätzen besetzen, sind extrem ruhig und sesshaft und kein Anziehungspunkt für nicht kastrierte Tiere“, so der Verein Chance für vier Pfoten. Frau Dr. Petra Richter (Berlin) gründete vor ca. 10 Jahren den Verein. Seither wird angestrebt, in jedem Gebiet 2 x jährlich die Neuzugänge zu kastrieren und den „Altbestand“ der Katzen medizinisch zu versorgen. Dazu bedarf es den Einsatz jeder Menge Helfer und großzügiger Unterstützer.

Die Robinson Club GmbH führt in Zusammenarbeit mit Chance für vier Pfoten in allen betroffenen Strandclubs ab dem Sommer 2009 das ROBINSON Katzenprojekt ein. Der Chef vom Robinson Club Cala Serena, Klaus Augustin, stellte hierzu auch dieses Jahr wieder ein Appartement zur Verfügung. Ebenso Kost und Logis für das Einsatzteam, bestehend aus Frau Dr. Dorothee Haege aus Mainz und den zwei Helferinnen, Jenny aus Kiel und Antje aus Mainz. Begleitet wird das Projekt hier auf der Insel auch von First Aid Animales Mallorca und Tierhilfe Mallorca.

Die drei ehrenamtlichen Helferinnen aus Deutschland opfern ihren Urlaub für die gute Tat und lassen jeder Katze die gleiche Aufmerksamkeit zu Teil werden: Das Tier wird auf den allgemeinen Zustand hin untersucht, wird vorbereitet zur Kastration, es folgt die Narkose, der eigentliche Eingriff, eine Zahnuntersuchung, die Behandlung möglicher Abszesse und Parasitenbefall, eine Wurmbehandlung und eine Behandlung gegen Ohrmilben, nachfolgend die Vergabe von Schmerzmittel und Antibiotika. Die Helferinnen machen das unentgeltlich. Der Einsatz von professionellem Operationsmaterial sowie Medikamenten und natürlich auch der Flug zum Einsatzort, mitsamt Unterbringung und Verpflegung der Helfer, kosten jedoch Geld, welches sich ohne Spenden nicht finanzieren lässt!

Die Robinson Club GmbH erweist sich hierbei als Vorreiter in Sachen Umwelt- und Tierschutz. Ein eigener ROBINSON Umweltbeauftragter, Umweltbeauftragte in allen Clubs und intensive Umweltschulungen für Mitarbeiter garantieren einen gewissenhaften Umgang mit der Natur. Das daraus entstandene ROBINSON Katzenprojekt sucht also ihre Nachahmer! Chance für 4 Pfoten e.V. ist bereits versucht, andere Hotelanlagen für dieses Projekt zu gewinnen, weitere Futterplätze einzurichten und die nächsten Kastrationsaktionen zu planen.

Es werden hierzu wieder Spenden benötigt, um weiterhin nachhaltigen Tierschutz leisten zu können!

Information und Kontakt: www.chancefuervierpfoten.de

Tierschutz auf dem OP-Tisch    Das ehrenamtliche Einsatzteam

Der Blick

Dienstag, Dezember 21st, 2010

Der Blick         Kurzgeschichte von Tina Grashoff

Hundepfoten trippeln, versuchen die Berührung mit dem Wasser zu vermeiden. Sie drängen sich in die Ecken und warten darauf, dass die morgendliche Säuberungsaktion vorbei ist.
Ein Gang aus Beton. Rechts und links Gittertüren. Einfach sauber zu halten. Man kann mit dem Wasserschlauch Kotreste einfach wegspülen. Unkompliziert. Wasser Marsch und weg mit der Scheiße und dem Geruch.

Jaime trägt grüne Gummistiefel und schlurft an den Zwingern vorbei. Er hat keinen Blick für die Hunde, die ihn beobachten. Manche wedeln mit dem Schwanz, in der Hoffnung auf ein nettes Wort. Aber Jaime mag keine Hunde.
Sie stinken und scheißen alles voll.

Hunde müssen jagen. Oder wenn sie das schon nicht können, wenigstens wachsam sein.
Opa hat ihm das beigebracht, als er noch klein war und mit Chippo spielen wollte. Opas altem Hofhund.
Aber der Hund bekam einen Tritt in die Eier und Jaime eine Standpauke.

„Lass den Köter in Ruhe. Geh mit ihm jagen, aber spielen kannst du mit deinen Freunden.“

Im Zwinger Nummer 3 steht ein heller Mischling. Eine feige Ratte mit eingeklemmtem Schwanz.

Er hatte Dünnschiss in der Nacht. Jaime flucht und tritt vor die Käfigtür. Der Hund kriecht in die Ecke und zittert. Er bleibt dort sitzen, auch als Jaime den Schlauch auf ihn richtet und ihn mit einem Wasserstrahl beschießt!
Mistkröte!
Der Job in der Perrera bringt kaum Geld, dafür aber den Hohn seiner Kumpel.

„Na? Heute wieder mit verlausten Hunden geschmust? Solltest Dir lieber mal eine Frau suchen!“

Jaime macht es kaum noch Spaß, abends in die Bar zu gehen. Er ist das Gelächter leid, aber

er braucht das Geld und macht den Job weiter. Köter hin oder her.

Er merkt sich die Hunde nicht. Sie wechseln sowieso andauernd. Manche kommen raus, weil irgendwelche Leute sie mit nach Hause nehmen. Die anderen werden entsorgt. Nach 15 Tagen. Zack…und weg. Dann können sie nichts mehr voll scheißen. Nicht mehr bellen und ihn auch nicht mehr ständig anstarren.

Jaime zögert, als er zu Zwinger 5 kommt.
Dort sitzt eine kleine schwarze Hündin. Sie zittert nicht. Sie bellt nicht. Sie weicht nicht zurück. Sie sieht ihn einfach nur an, auch dann, als er den Schlauch in den Käfig hält.
Sie ignoriert das Wasser, das unter ihrem Körper lang läuft.
Sein Blick weicht dem der Hündin aus.

Er dreht sich um und knallt die Gittertür zu. Sein Herz krampft sich zusammen. Er muss an seinen Opa denken.

Spielen kannst du mit deinen Freunden!
Die Stimme des alten Mannes donnert durch seinen Kopf.
Spielen kannst du mit deinen Freunden…Freunden!

Freunde? Die hatte er nie!
Der einzige, der freundlich zu ihm war Chippo. Er freute sich, wenn Jaime ihn an seiner kurzen Kette besuchen kam, ihm ein Stück trockenes Brot mitbrachte und über den verlausten Kopf streichelte.
Aber Freunde?
Verdammt.

Spielen kannst Du mit deinen Freunden!

Konnte ich nicht! Opa! Konnte ich nicht, weil ich keine hatte!

Jaime geht in den hinteren Raum und feuert seine Stiefel in die Ecke. Zur Hölle noch mal!
Wie hätte ich Freunde haben können, wenn alle Menschen Angst vor Dir hatten?
Du griesgrämiger, alter Mann. Alle hatten Angst vor Dir. Die Kinder, die Männer aus dem Dorf. Der Hund und ich! Opa! Was denkst Du, wie es ist für einen Jungen, bei so einem verbitterten, bösartigen Greis aufzuwachsen? Da hat man keine Freunde. Dir kanns ja jetzt egal sein, aber ich lebe noch- ohne Freunde!

Jaime spuckt verächtlich in eine Ecke und hält kurz inne.

Wütend geht er zum Zwinger Nr. 5 zurück. Die Hündin sitzt noch immer an derselben Stelle. Jaime öffnet die Tür. Er sieht die kleine Hündin nicht an. Hält einfach nur die Tür auf und wartet.

„ Wenn Du mir in die Wohnung scheisst, bis du schneller wieder hier, als du kacken kannst Und jetzt komm da raus, bevor ichs mir anders überlege!“

Sie läuft an ihm vorbei, den Kopf stolz erhoben, direkt in Richtung Ausgang.
© Tina   www.tinagrashoff.com

 

SPENDENAUFRUF

Sonntag, Dezember 5th, 2010

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Spendenaufruf

Es wird knapp…!

 

Da unsere Kasse extrem gebeutelt ist, fehlt es uns neben Geld auch an einigen praktischen Dingen, die wir dringend brauchen.
Vielleicht findet sich etwas davon in diversen Kellern und Schränke?

 

Wir benötigen:

– Flugboxen – in allen Größen !!

– Hunde-Reisetaschen (flug-tauglich)

Fleece-Decken

– kleine Halsbänder und Leinen

– Frontline (Spray oder SpotOn)

– Kauknochen/ Leckerlie

– Scalibur Halsbänder

Advantix


– Hundehütten aus Kunststoff !!

– Gummistiefel in den Größen 39-41

– Wassernäpfe aus METALL- möglichst schwer und tief


– Spielzeug

Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende.
Die Spenden können Sie in Deutschland schicken an:

Ute Brodbeck

Höhenrandstr. 64

70563 Stuttgart

 

Im Namen unserer Hunde: DANKE!!!